6 Tipps für eine gelungene Moderation im Gottesdienst - Sonntagmorgens
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Moderation

6 Tipps für eine gelungene Moderation im Gottesdienst

Praxistipps von Phillipp Metz – Move Church Wiesbaden

    Innerhalb eines Gottesdienstes gibt es verschiedene Rollen. Den größten Sprechanteil hat dabei in den meisten Fällen die Predigt. Dicht gefolgt ist diese von der Moderation. Die Moderation ist dabei weitaus mehr als nur die Weitergabe von Informationen oder das Ansagen des nächsten Programmpunktes. Mit jeder Moderation haben wir die Möglichkeit Menschen willkommen zu heißen, ihnen ihren nächsten Schritt in der Kirche aufzuzeigen und Kultur zu bauen.

    Bei uns in der Move Church haben wir im Laufe der Jahre einige Dinge gelernt, wenn es um die Moderation geht.

    Unsere 6 Tipps für deine Moderation

    1. Öffne die Tür

    Die Rolle des Moderators / der Moderatorin ist viel mehr als nur Informationen weiterzugeben. Wir benutzen gerne das Bild von einem Zuhause. Wenn ich neue Freunde zu mir nach Hause einlade, dann stehe ich an der Tür, heiße sie willkommen und schaue, dass ich alles daransetze, dass sie sich wohlfühlen. Genau das ist auch die Rolle der Moderation. Wir stehen an der Tür (Begrüßung im Gottesdienst) und heißen die Besucher:innen herzlich willkommen. Das Anliegen ist hierbei klar, Herzlichkeit und ein Gefühl von „Willkommen Zuhause“ auszudrücken.

    2. Kenne deine Zielgruppe

    Es ist wichtig, dass wir wissen, wer denn dort gerade vor uns sitzt. Reden wir zu Jugendlichen oder sind alle Altersgruppen vertreten. Je nachdem wer vor uns sitzt, sollten wir unsere Worte und ggf. auch unseren Kleidungsstil anpassen. Das Ziel sollte sein, so viele Menschen anzusprechen wie möglich.

    3. Lese den Raum

    Sobald du in den Gottesdienstsaal kommst, solltest du anfangen, den Raum zu lesen. Wie ist die Stimmung? Wie viele Leute sind da? Sitzen alle Leute mit verschränkten Armen oder sind sie sich am Unterhalten und Lachen? Um eine Gottesdienstatmosphäre zu prägen, müssen wir zuerst erkennen, welche Atmosphäre vorliegt. Wenn eine bedrückte Stimmung herrscht, frage dich, was du in der Moderation tun kannst, um diese Stimmung zu heben.

    4. Hake keine Punkte ab

    Die Moderation kann einen verleiten, einfach nur Punkte abzuhaken. Begrüßung – Check, Kollekte/Opfer – Check, Infos – Check … Bei einer Moderation geht es aber nicht darum, Punkte abzuhaken, sondern hinter jedem Programmpunkt steckt ein Gedanke, eine Vision, ein Herzensanliegen der Kirche. Finde das „Warum“ hinter jedem Programmpunkt und kommuniziere dieses, anstatt nur Punkte abzuhaken.

    5. Lass es real werden

    Aufbauend auf dem 4. Punkt hilft es, wenn wir uns in die Rolle der am Gottesdienst Teilnehmenden versetzen. Vielleicht sitzen vor dir Eltern, die einen stressigen Morgen hatten, um die Kids für die Kirche fertigzumachen und du kannst sie jetzt begrüßen. Wie kannst du durch deine Moderation Frieden und Ruhe kommunizieren? Sich vor Augen zu malen, wer im Gottesdienst sitzt, was die Geschichten sind und wie wir durch unsere Kommunikation etwas verbessern können, macht einen großen Unterschied.

    6. Achte auf deine Worte

    Mit der Moderation haben wir die Möglichkeit, Kultur zu prägen. Welche Worte wir sprechen und wie wir sie aussprechen, ist sehr wichtig. Wie wir über andere Leute, den Pastor / die Pastorin, den Predigenden oder das Lobpreis-Team sprechen, baut entweder eine positive oder eine negative Kultur. Wir müssen also auf unsere Worte achten und schauen, dass unsere Worte mit der Vision und den Werten unserer Kirche übereinstimmen.


    Foto Phillipp Metz
    Phillipp Metz
    ist Ressortleiter Gottesdienste & Programmdirektor bei der Move Church in Wiesbaden. Anliegen der Move Church ist es seit über 30 Jahren, die Beste Botschaft der Welt in das Rhein-Main-Gebiet zu tragen.

    Veröffentlicht: 20. Mai 2022

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